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Institut für Struktur- und Funktionskeramik

Härtemessung

Härteprüfgerät Zwick 3212B

Die Härtemessung gehört zu den am häufigsten eingesetzten Verfahren der mechanischen Werkstoffprüfung.

Die Härte ist keine Materialeigenschaft sondern eine technologische Kenngröße. Sie beschreibt den Widerstand des Werkstoffs gegen die Bildung eines bleibenden Eindrucks.

Es wurde eine Vielzahl von Verfahren zur Ermittlung der Härte entwickelt, die in der Regel darauf beruhen, dass ein Eindringkörper in den zu prüfenden Werkstoff gepresst wird.

Die gebräuchlichsten Verfahren für Keramiken sind:

  • Vickers-Härte HV
  • Rockwell-Härte HR
  • Knoop-Härte HK

Keramische Werkstoffe tendieren zu einer deutlichen Belastungsabhängigkeit der Härte.

Vickers-Härteeindruck in Siliciumnitrid

Das am ISFK am häufigsten verwendete Verfahren zur Ermittlung der Härte ist die Prüfung nach Vickers.

Sie erfolgt nach ÖNORM ENV 843-4. Als Prüfkörper wird ein pyramidenförmiger Diamant verwendet. Die Härte nach Vickers wird mit folgenden Formeln berechnet: 

P.....Eindruckkraft

d.....Diagonallänge eines Vickerseindrucks

Nach der vorliegenden ÖNORM [ENV 843-4, 1994] ist die Härteangabe imensionslos. Zunehmend wird die Härte in GPa angegeben. Diese Dimensionsangabe erleichtert den Bezug der Härte zu anderen Eigenschaften (z.B. der Fliessgrenze) und bietet direkte Vergleichsmöglichkeiten.